Krebserkrankungen in der Familie / Tumor-Risikoberatung

In manchen Familien ziehen sich Krebserkrankungen wie ein roter Faden durch die Generationen, dies kann insbesondere bei Brust -und Eierstockskrebs, aber auch bei Darmkrebs der Fall sein.

In Deutschland erkrankt jede 10. Frau an Brustkrebs, und etwa jede 70. Frau an Eierstockskrebs. Insgesamt 5 % dieser Erkrankungen sind erblich bedingt. Die Gene BRCA1 und BRCA2 sind meist für die Vererbung verantwortlich und können molekulargenetisch bereits vor Ausbruch der Erkrankung untersucht werden.

Wenn in Ihrer nahen Verwandtschaft häufiger Brust- oder Eierstockskrebs aufgetreten ist oder Ihre Mutter, Schwester oder Tochter bereits sehr jung erkrankt ist, machen Sie sich sicher große Sorgen:

  • Habe ich ein erhöhtes Risiko oder eventuell auch meine Tochter?
  • Ist meine Befürchtung gerechtfertigt?
  • Möchte ich wirklich wissen, ob es ein „Krebsgen“ bei mir und in meiner Familie gibt?
  • Wie soll ich den seelischen Druck aushalten?
  • Was kann ich tun um vorzubeugen, vorzusorgen, mich zu schützen?

Unsere Tumorrisikoberatung:

Spricht Frauen und Männer, in deren Familien gehäuft Brust -und Eierstockkrebs aufgetreten sind, an. Wir entwickeln Früherkennungs- und Betreuungsstrategien für Mitglieder von Hochrisikofamilien.

Wir werden Sie ausführlich beraten und
mit Ihnen klären, wie hoch Ihr Risiko im Einzelfall ist.
Die Erstellung eines schlichten Familienstammbaums kann uns zentrale Aussagen liefern. Vielfach stellt sich schon durch die Familienanalyse heraus, dass eine Sorge unbegründet ist.

Eine ausführliche Beratung kommt für folgende Personen
in Frage:

  • Mindestens zwei Frauen der Familie – Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst – sind an Brustkrebs und/oder Eierstockskrebs erkankt. Eine davon vor dem 50.Lebensjahr.
  • Eine Frau der Familie – Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst – ist vor dem 30. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt.
  • Eine Frau der Familie – Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst – erkrankt vor dem 40. Lebensjahr an beidseitigem Brustkrebs.
  • Eine Frau der Familie – Mutter, Schwester, Tochter oder Sie selbst – erkrankt vor dem 40. Lebensjahr an Eierstockskrebs.
  • Ein Mann in der Familie mit Brustkrebs.

Wir bieten Ihnen

eine humangenetische Beratung
mit Erstellung eines Stammbaumes,
Aufklärung über den genetischen Hintergrund sowie
Hilfe in der Entscheidungsfindung
für oder gegen eine genetische Untersuchung eine
psychologisch/psychotherapeutische Beratung,eine
gynäkologische Beratung bezüglich
präventiver und therapeutischer Möglichkeiten.

Wenn die Sie sich für die genetische Untersuchung entscheiden, leiten wir eine umfassende klinische, humangenetische und psychosomatische Betreuung ein, in die auf Wunsch auch die Angehörigen einbezogen werden können.

Diese Betreuung bieten wir auch Ratsuchenden an, die sich gegen eine genetische Untersuchung entscheiden. Wir besprechen ausführlich die jeweils nach Höhe des Risikos notwendigen Vorsorge- und diagnostischen Früherkennungsmaßnahmen. Die genetischen Untersuchungen sind sehr aufwändig und dauern gegenwärtig mehrere Monate bis zum Vorliegen der Befunde.

Während des gesamten Verlaufes bieten wir Ihnen eine psychologisch/psychotherapeutische Betreuung um Ihnen bei der Bewältigung der besonderen Situation und im Umgang mit dem Krebsrisiko zu helfen. Frauen aus Hochrisikofamilien können in unserem Brustzentrum und im Gynäkologischem Krebszentrum an einer intensivierten Früherkennung teilnehmen.

Hier erhalten Sie unseren Flyer als PDF-Datei zum Ausdrucken: Interdisziplinäre Tumorrisikosprechstunde.pdf

Hier erhalten Sie den Flyer des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums als PDF-Datei zum Ausdrucken: Flyer des Krebsinformationsdienstes.pdf


Vorsorge HNPCC

Die Frauenklinik der UMG nimmt teil am Verbundprojekt
„Familiärer Darmkrebs“
Früherkennungsuntersuchung auf Endometriumkarzinome bei Patientinnen mit HNPCC.
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Frau Berit Roekern, Gynäkologin; Frau Dr. med. Ulrike Engel, Humangenetik; Frau Gerda Lücke Psychotherapeutin

Frau Berit Roekern, Gynäkologin; Frau Dr. med. Ulrike Engel, Humangenetik; Frau Gerda Lücke Psychotherapeutin



BRUSTZENTRUM DER UNIVERSITÄTSMEDIZIN GÖTTINGEN
Zertifiziertes Brustzentrum mit Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie